28. Dezember 2012

Land der Zwerge, Land der Gnome

 Die Plattform für Wirtschaft, Politik & Gesellschaft hat in diversen Medien dazu aufgerufen, Meinungen zur Räumung des Asylcamps in Wien per Mail an meinungsplattform@hotmail.com zu senden. Eine Nachricht, die vor einigen Minunten bei uns ankam, möchten wir nun publizieren. Über Zuschriften, egal ob zur Veröffentlichung gedacht oder nicht, freuen wir uns auch weiterhin!

Betreff: Land der Zwerge, Land der Gnome

Wieder einmal profiliert sich Österreich als das, was es spätestens seit Metternich ist: demokratieunfähig, obrigkeitshörig, gemein.
Wenn man wie ich im Ausland lebt, verfolgt man begierig solche Aktionen wie das Flüchtlingscamp, in der Hoffnung, einmal, ein einziges Mal würde in Österreich etwas passieren, wessen man sich als Auslandsösterreicher nicht zu schämen braucht.

Aber umsonst! Jedes Mal, wenn Hoffnung aufkeimt, Österreicher wären - nicht bloß als Einzelpersonen, sondern auch im Kollektiv - zum Denken und zur Mitmenschlichkeit befähigt, wird diese kurze Zeit darauf von tumben Stiefeln zertreten. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie der faschistoide Herdenmensch, der in Österreich laut Wahlergebnissen noch immer eine satte Mehrheit stellt, sich darüber ins Fäustchen lacht.
Schön, wenn es die anderen erwischt und nicht uns...

So ist es wohl kein Wunder, dass sich in diesem Land keine Menschenmassen einfinden, die der Exekutive des Obrigkeitswillens Einhalt gebieten könnten. Also kann ich - wie immer - nur resignativ feststellen: Jedes Land hat die Polizei und die Obrigkeit, die es verdient. Österreich verdient offensichtlich, dass es als Kollektiv weiterhin nach oben buckelt und nach unten tritt - ein Radfahrerparadies, eine Insel der seligen ganz, ganz kleinen Radfahrer!

Mit traurigem Gruß aus Tokio,
Andreas (Anmerkung: vollständiger Name bekannt)

Kommentare:

  1. und was ist so traurig daran ?

    Ein von linken anarchos aus Deutschland organisierter Camping Ausflug von Wirtschaftsflüchtlingen wurde nach einem Monat abgebrochen.

    AntwortenLöschen
  2. Traurig ist, wenn jemand anonym Schwachsinn von sich gibt.

    Ihr Posting ist inhaltlich schlichtweg falsch, verbreiten Sie hier keinen Unsinn. Wenn Sie eine Meinung haben, vertrenen Sie diese öffentlich, stehen Sie dazu und posten Sie hier mit Ihrem vollständigen Namen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vollständiger Name?

      Wie lautet denn der Ihre, bzw. wo ist das Impressum der Website? Die Bemerkung, dass Ihre Daten nic.at bekannt seien, geht nicht einmal als Faschingsscherz durch.

      LG
      Euer Ebs ;-)

      Löschen
    2. @ Ebs: Da liegen Sie falsch. Vollständiger Name und Anschrift ist nic.at bekannt und es handelt sich hier um einen BLOG - es besteht somit überhaupt keine Pflicht ein Impressum zu erstllen.

      Matthias Salvesberger, habe die Ehre!

      Löschen
    3. PS: Lesen Sie § 5 im relevanten Gesetzbuch - wir bieten hier weder Leistungen in irgendiener Form an noch handelt es sich um ein Unternehmen. Schon garnicht machen wir Gewinne oder haben finanzielle Vorteile, wir machen keine Werbung für auf Gewinn ausgelegte Veranstaltungen etc.

      Es besteht keine Impressumspflicht.

      Löschen
  3. Was ist an meinem Posting denn bitte Schwachsinn?

    Das ganze wurde doch von einem Gewissen Hans Georg-Eberl organisiert, ein deutscher Aktivist der schon öfters mit der Polizei in Konflikt kam.

    Außerdem was interessiert das sie ob ich Anonym poste oder nicht.

    AntwortenLöschen
  4. Schön lieber Andreas!

    Am allerliebsten sind mir jene die sich in Österreich auf Kosten der Steuerzahler ausbilden haben lassen, dann ins Ausland gehen um dort "mehr" zu verdienen und frech zurück motzen in das Land das ihnen alles gegeben hat und nicht 1 ct dazu beitragen, dass es so lebenswert bleibt wie es ist.

    Und nein ich wähle nicht blau/orange/schwarz oder Stronach.

    Und jetzt wieder husch husch zurück in die Bobohöhle.

    Herzliche Grüße

    Franz Meister

    AntwortenLöschen
  5. @Anonym: Belegen Sie doch Ihre Aussagen, wenn Sie glauben, dass Sie recht haben. Quellen?

    "Campingausflug von Wirtschaftsflüchtlingen" - Ihnen würd es vielleicht gut tun, wenn Sie einmal zum Flüchtling werden würden und in ein Land kommen würden, in dem dann Menschen wie Sie sitzen.

    AntwortenLöschen
  6. @Franz Meister:

    "Auf Kosten des Staates ausbilden lassen" ?
    Was schlagen Sie vor, dass Österreicher nur in Österreich arbeiten dürfen?

    Beste Grüße

    AntwortenLöschen
  7. Sehr geehrter Herr Andreas,
    schön, dass Sie sich in einem Land aufhalten, das Zuzug von Ausländern und verfolgten Flüchtlingen großzügigst ermöglicht und das nur das Pech hat, nicht auf dem Landweg erreichbar zu sein. Sie fühlen sich dort sicher wohler als in einem Land, das mit mäßigem Erfolg Migration ohne tatsächlichen Verfolgungsgrund eindämmen möchte.
    Einen schönen Aufenthalt noch.
    E.F.

    AntwortenLöschen
  8. Ich würde gern wissen, wie die japanische Polizei reagiert, wenn Asylwerber einen Tempel mitten in Tokio besetzen.

    AntwortenLöschen
  9. Gottseidank haben wir noch Polizei und Justiz die für Ordnung sorgen. Einen Wildwuchs von wilden Campern - egal ob es nun illegale Einwanderer oder Asylanten sind - darf man keinesfalls solange tatenlos zuschauen. Wenns ihnen unbequem wird, werden sie schon zurückkehren wo sie hergekommen sind - aber ich denke, in Österreich ist es so bequem, dass sie sicher linke Sympathisanten finden, die sie aufnehmen und durchfüttern (hoffentlich aber nicht auf Staatskosten)

    AntwortenLöschen
  10. @ E.F.

    SIE können also beurteilen ob bei einem Flüchtling ein Grund für dessen Flucht vorliegt oder nicht? Wow, Respekt.

    @Anonym: Die japanische Polizei? Die heimische Polizei hat nicht darauf reagiert, dass jemand in der Kirche ist, sondern sie hat einen PARK geräumt. Die Menschen in der Kirche gehen die Polizei in Wien original garnichts an, da die Kirche nicht im Besitz des Staates ist, sondern eben der Kirche gehört.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. typische Reaktion von Politikern wie Finanzminister a.D. K-H.G.: etwas aus unwahr darstellen, das nicht gesagt wurde. Ich habe nicht gesagt, ich könne unterscheiden, sondern festgestellt, dass die österreichische Verwaltung versucht, zwischen verfolgten Asylwerbern und Personen, die auch anderen Gründen nach Österreich kommen und "Asyl" unberechtigt als Zugangsconde verwenden, zu unterscheiden.
      Und: es wird bei jedem Flüchtling ein Grund für die Flucht vorliegen - Verfolgung, Wunsch nach besserem Leben, ....; nur: es wird nicht immer der Grund sein, den er den österr. Behörden erzählt.
      E.F.

      Löschen
    2. Eben. In Wien wird ihnen in der Kirche nichts passieren, in Japan wäre ich da nicht so sicher. Kennen Sie übrigens die Anerkennungsquote für Asylwerber in Japan? Ein kleiner Tipp: sie liegt deutlich unter 1 %.
      Soviel zu dem Glashaus, aus denen ihr Autor Steine nach Ö wirft.

      Löschen
    3. @ Anonym: bleiben Sie bitte korrekt, die Anerkennungsquote ist nicht alles! Es kommt noch die "Schutzquote" dazu, diese ist normalerweise WESENTLICH höher als die Anerkennungsquote!

      Löschen
    4. @ E.F.

      Sehen Sie, klingt doch schon ganz anders! Bei dieser Aussage stimm ich Ihnen absolut zu, ich persönlich (subjektiv betrachtet also) bin auch der Meinung, dass Asyl nicht jeder x-beliebige Person gewährt werden sollte.

      Allerdings wird Österreich in den nächsten Jahren Zuwanderung brauchen wie einen Bissen Brot!

      Löschen
    5. Die "Schutzquote" (Aufenthalt aus humanitären Gründen) war in Japan 2011 ca 8 %. Ist jetzt auch nicht so toll, oder?
      Zum Vergleich: Die Asylanerkennungsquote in Ö war 2011 30,8 %, deutlich über dem EU Schnitt von 25,1 %.
      Ich bleibe dabei: in ein Land mit restriktiver Asylpolitik auszuwandern und dann von dort aus über das in dieser Hinsicht viel liberalere Österreich herzuziehen, ist dreist.

      Löschen
    6. @ Anonym: nein, ist absolut nicht berauschend, da haben Sie recht. Es stellt sich aber auch die Frage WARUM es so ist. Es gelten ja sicher nicht die selben Regeln und Richtlinien in Japan wie in Österreich. Vielleicht gibt es in der Nähe zur österreichischen Grenze einfach mehr Menschen, denen es sehr schelcht geht? Spaßhalber flüchtet sicher niemand, denke da sind wir uns einig.

      Löschen
  11. @ E.F.

    Sehen Sie, klingt doch schon ganz anders! Bei dieser Aussage stimm ich Ihnen absolut zu, ich persönlich (subjektiv betrachtet also) bin auch der Meinung, dass Asyl nicht jeder x-beliebige Person gewährt werden sollte.

    Allerdings wird Österreich in den nächsten Jahren Zuwanderung brauchen wie einen Bissen Brot!

    AntwortenLöschen
  12. @ Anonym: bleiben Sie bitte korrekt, die Anerkennungsquote ist nicht alles! Es kommt noch die "Schutzquote" dazu, diese ist normalerweise WESENTLICH höher als die Anerkennungsquote!

    AntwortenLöschen
  13. Ich habe weder Zeit noch Lust, hier mit irgendwelchen Anonymen um die Wette zu trollen. Man beachte auch den Zeitunterschied...

    Nur zur Anregung:

    1. Sie wissen nichts über meine Ausbildung und meinen Bobo-Status. Es schadet Ihrer persönlichen Glaubwürdigkeit immens, wenn Sie mit Anschuldigungen um sich werfen, für die Ihnen - wie jeder Leser versteht - jede Grundlage fehlt. Das funktioniert höchstens mit Besoffenen im Bierzelt.

    2. Ich sehe es nicht als meine Aufgabe, in österreichischen Medien über die japanischen Missstände herzuziehen. Und ich sehe es auch nicht als Ihre Aufgabe, einheimische Fehler gegen ausländische aufzuwiegen. Österreichische Medien haben die Aufgabe, die österreichischen Zustände zu hinterfragen. Über die japanischen motze ich in Japan.

    AntwortenLöschen
  14. @ Andreas

    Danke für die Antwort, aber es bringt vermutlich herzlich wenig, Ihr Engagement in allen Ehren. Vollinhaltilche Zustimmung für beide Punkte ist Ihnen von unserer Seite sicher.

    AntwortenLöschen