1. Mai 2013

Bienenschutz - Grossmann: "Bienen schützen - Pestizide verbieten"

Aktivismus macht sich in der SPÖ breit ... und das auch noch in Richtung Umweltschutz. Doch relativ neue Töne, die hier angeschlagen werden, wie nachstehend der Presseaussendung (APA OTS Originaltext, Aussender SPÖ Parlamentsklub) zu entnehmen ist.
Umweltschutz als aufstrebendes Thema, vergleichbar mit dem Thema günstiger Wohnraum, erlangt immer mehr Aufmerksamkeit. 

Wien (OTS/SK) - "Gestern hat Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Berlakovich im Alleingang gegen das Verbot von bienengiftigen Pestiziden gestimmt. Damit repräsentiert er nicht die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung, die ihrerseits klar für Umwelt- und Artenschutz eintritt", kritisiert die steirische SPÖ-Nationalratsabgeordnete Elisabeth Grossmann, Mitglied des parlamentarischen Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft, das Abstimmungsverhalten Berlakovichs. 

Damit rücke der Umweltminister nicht nur Österreich in ein schlechtes Licht, sondern auch von der bewährten Rolle als Vorreiter in Sachen Umweltschutz ab. "Wir müssen dringend ein Signal setzen, dass der Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher der Bienenschutz ein dringendes Anliegen ist. Wir wissen zwar nicht, in wessen Dienst Berlakovich im zuständigen EU-Ausschuss agiert hat, jedenfalls nicht als Interessensvertreter Österreichs und nicht in einer Weise, die dem Arbeitstitel Umweltminister gerecht wird", setzt die steirische Abgeordnete fort. 

Vor allem in der Steiermark ist der Obstbau ein essentieller Wirtschaftsfaktor, dessen Erfolg von einer gesunden Bienenkultur abhängt. Hier stelle sich die Frage, ob bei diesem Abstimmungsverhalten die Werbefigur eines ÖVP-nahen Konzerns namens "Sumsi" noch glaubwürdig erscheint. Vor allem vor dem Hintergrund, dass durch die Entscheidung Berlakovichs, die Agrarchemikalienmultikonzerne durch die produzierten Bienengifte das Bienensterben und somit das Sterben ihres Symbols unterstützen. "Daher wollen wir 'Sumsi' vor dem Giebelkreuz retten", merkt Grossmann in Richtung Landwirtschaftsvertreterinnen und -vertreter an. 

"Es muss dringend ein starkes Zeichen eines anderen Österreich gegenüber der letztendlich entscheidenden EU-Kommission gesetzt werden, damit diese nicht vor den zu erwartenden europaweit agierenden Lobbyisten der Agrar- und Pharmaindustrie in die Knie geht", fordert Abgeordnete zum Nationalrat Elisabeth Grossmann eindeutige Zeichen für echten Umwelt- bzw. Bienenschutz.


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